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    Seit 1896 liegt ein süßer, aromatischer und zeitweilig auch würziger Geruch über Großröhrsdorf.
    Bäckermeister Bernhard Freudenberg gründete in diesem Jahr auf der Kirchstraße eine Weiß- und Brotbäckerei mit dem üblichen Standardbäckereisortiment.
    Ab 1924 wurde Speiseeis hergestellt und im dazugehörigen Ladengeschäft verkauft.

    Erich Freudenberg, der Sohn Bernhards, bereitete zusätzlich in den zwanziger Jahren Lebkuchen und später auch Kekse zu.
    Mit seinem Sohn, dem Bäckermeister Gotthard Freudenberg, geb. am
      18. September 1924, rief er in den fünfziger Jahren eine Handelsgesellschaft (OHG) ins Leben. Neben dem Ladengeschäft wurden die produzierten Dauerbackwaren zu einer stabilen Erwerbsquelle. Nachbarorte, wie Lichtenberg, Seeligstadt und Mittelbach wurden anfangs mit einem Pferd und später mit einem kleinen Lieferwagen versorgt.

    Nachdem der 2. Weltkrieg überstanden war, wurden in Großröhrsdorf wieder Semmeln (Brötchen), Brot und Kuchen gefertigt, bis dann mit der industriellen Herstellung von Dauerbackwaren begonnen wurde. Auch Lebkuchen (Bomben) wurde kleinindustriell hergestellt.
    In dieser Zeit waren bis zu 100 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

    1967 wurde eine Milchbar als 2. Standbein im Ort eröffnet.
    Dort wurde ab 1975 kleinindustriell Speiseeis hergestellt.

    Bis 1972 wurde neben der industriellen Dauerbackwarenproduktion parallel weiterhin Brot, Semmeln (Brötchen) und Kuchen gebacken, die im Ladengeschäft auf der Kirchstraße verkauft wurden. Es wurde eine neue Backhalle angebaut und ein moderner Durchlauf-Backofen mit Gitterband, 1000 mm x 20 m, errichtet.
    Doch ab Mai 1972 änderte sich alles. Der Bäckereibetrieb wurde zwangsverstaatlicht und ein Teil der Produktionsstätte Pulsnitz im Kombinat „Dresdner Dauerbackwaren“.
    Auf Grund der Übernahme schloss das Ladengeschäft für immer seine Türen und die Familie Freudenberg stieg aus der Gebäckproduktion aus.

    Gotthard Freudenberg verschrieb sich der privaten Herstellung von Speiseeis.
    Sein Sohn, Arndt Freudenberg (geboren am 7. März 1953) wollte, auf Grund der schlechten privatwirtschaftlichen Lage, Anfangs eine ganz andere berufliche Laufbahn einschlagen und studierte an der TU Dresden Ingenieur in Verfahrenstechnik.

    1978 stieg er in die private Speiseeisfirma seines Vaters ein, die er zehn Jahre später auch übernahm.

    1990 wurde der Antrag auf Reprivatisierung gestellt und am 1. Juli wurde die Firma Freudenberg Dauerbackwaren GmbH mit den Gesellschaftern Gotthard und Arndt Freudenberg gegründet. 
    Zu Beginn gab es große Schwierigkeiten. Eine neue Verpackungsgestaltung war notwendig und Absatzschienen mussten geschaffen werden. Teilweise wurde sogar Kurzarbeit Null gefahren.

    Bei einem Ost-West-Kontaktabend lernte Arndt Freudenberg die Firma W. Gruyters aus Krefeld kennen. Diese stand durch die Osterweiterung vor ähnlichen Problemen, nur anders herum, so dass beim Unternehmen in Krefeld die Kapazitäten nicht mehr ausreichten.
    Ein Jahr später wurde die Firma Freudenberg zu 51% ein Tochterunternehmen der W. Gruyters GmbH & Co. KG in Krefeld und eines belgischen Gesellschafters, der die Gebäckproduktion eingestellt hatte und sich nur noch auf den Vertrieb beschränkte.

    1992 wurde eine neue Backstraße mit Ofen errichtet.  Diese ermöglichte den Austausch von Produktionsmitteln, wie Gebäckformwalze, Schnittgebäckmatritze usw.

    Die Firma W. Gruyters GmbH & Co. KG übernahm 1994 die Marken- und Vertriebsrechte der norddeutschen Firma „KEMM“. Schon kurze Zeit später wurde im Auftrag von Gruyters die Lizenzproduktion der „Kemm´schen Kuchen“ in Großröhrsdorf aufgenommen und die Herstellung der Hamburger Spezialität gesichert.

    1997 erwarb die Firma Freudenberg die Marke „Clärchens“ und die komplette Schmuckdosenproduktion eines Kunden. Diese Schiene war der Beginn einer eigenen Vermarktung. Später folgten Buttergebäckfaltschachteln und Diät-Faltschachteln, sowie eine Bio-Ranch unter dem Namen „Clärchens“.

    Ab 1998 arbeitete die Firma im durchgängigen 2-Schichtbetrieb und mit einer Besatzung von 40 Mitarbeitern.

    Seit 1999 konnte die Firma mit positiven Ergebnissen abschließen. Es wurde in einen Teigkneter und in eine Spritzgebäckmaschine investiert.

    Es wurde nach China, in die USA, Paraguay und auch Israel exportiert.
    Eine zufriedenstellende Kontinuität haben die Lieferungen nach Italien, Großbritanien und China angenommen.

    2005 reiften die Pläne zu einem Neubau der Firma. Auf Grund von Kapazitätsgrenzen in der Produktion sowie  Platzmangel aber auch nicht mehr zeitgemäßen Food Standards entschloss man sich eine neue Produktionshalle mit Rohstoff- und Fertigwarenlager, Sozialräumen und einem Verwaltungstrakt zu errichten.

    Am 8. August 2006 wurde der Grundstein für den Neubau gelegt.

    Seit Januar 2008 wird nun vollständig im Neuen Betriebsgelände produziert.
    Am 28.06.2008 wurde die Eröffnungsfeier mit Rundgang, Werksverkauf und mehr als 2500 Besuchern gefeiert.

Würzbissen - ein Produkt
der 50er Jahre

Gebäckformmaschine
aus den 50er Jahren

In den 60ern wurden
die Produkte bis nach
Eritrea exportiert

1971 - ein Highlight:
Gebäckformer mit einer
Arbeitsbreite 1000mm

 


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